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Herzlich Willkommen beim SPD-Kreisverband Coburg


Schön, dass Sie Interesse an unserem Internet-Auftritt zeigen. Wir informieren Sie gerne über das Geschehen in unserem Kreisverband und über die Aktivitäten der SPD-Kreistagsfraktion.

Wir im Kreisverband Coburg Land möchten Ihnen vorrangig unsere Arbeit auf Kreisebene vorstellen und näher bringen. Der Landkreis Coburg liegt uns am Herzen!

 
Aktuell

Mit ganzem Herzen Sozialdemokratin




Neustadt. Eine angenehme Überraschung erlebte Marie Schwämmlein an ihrem 90. Geburstag. Zu ihrer Feier im Haus von Tochter Ingrid in Haarbrücken kam SPD-Landesvorsitzender Florian Pronold aus München angereist, um der Jubilarin gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld, Oberbürgermeister Frank Rebhan und SPD-Kreisvorsitzendem Carsten Höllein zu gratulieren. Das hatte einen besonderen Grund: 72 Jahre gehört Marie Schwämmlein mittlerweile der SPD an. Ihr Beitritt am 1. Januar 1938 im Sudetenland war ein mutiger Schritt, denn im Reichsgebiet war die SPD längst verboten. Einen Tag später marschierten die sogenannten Befreier ein und zwangen die Sozialdemokraten in die Illegalität. Marie Schwämmlein wurde von ihren Eltern vorgeprägt und hat nach eigenem Bekunden auch nie Angst gehabt, den Schritt vollzogen zu haben. Mit dem letzten Zugtransport musste sie 1945 ihre Heimat verlassen und kam nach Neustadt bei Coburg. Rasch fand sie als Flüchling eine Arbeit in ihrem Beruf als Näherin. Am Heiligabend heiratete Marie Schwämmlein ihren Mann Ernst. Sie wohnt heute noch allein in ihrer Wohnung, geht gerne einkaufen und erfreut sich an ihrer großen Familie aus Enkeln und Urenkeln. cahö

Bildunterschrift:
Zum Jubeltag einer langjährigen Sozialdemokratin kommen besondere Gratulanten: Enkel Rüdiger Braun, SPD-Landesvorsitzender Florian Pronold, Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan, SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld, SPD-Kreisvorsitzender Carsten Höllein, Urenkelin Jessica Braun, Enkel Jochen Braun sowie sitzend Urenkelin Tamina, die Jubilarin Marie Schwämmlein und Urenkel Tom. Foto: Peter Tischer

 
SPD-Konferenz diskutiert über Erneuerungsprozess der Partei
Sein Versprechen vom Bundesparteitag hat SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel eingelöst. Die Rede ist von einer bundesweiten Befragung der rund 10.000 SPD-Ortsvereine in ganz Deutschland. Am Samstag, 30. Mai 2010 kamen SPD-Unterbezirks- und Kreisvorsitzende zu einer Konferenz im Berliner Willy-Brandt-Haus zusammen, um die Ergebnisse der Umfrage zu erfahren und zu deuten.

Auch die SPD im Landkreis Coburg war mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Sebastian Geiger in Berlin vertreten. „Die Partei lebt und möchte sich am notwendigen Erneuerungsprozess aktiv beteiligen“, zog Geiger ein erstes Fazit nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. Eine Rücklaufquote von 44 Prozent der Fragebögen hatte selbst die erfahrenen Meinungsforscher von polis/sinus überrascht. Üblich sind bei derartigen Befragungen Rücklaufquote von etwa 10 Prozent. Die Parteiführung ging mit der Analyse ehrlich um, auch wenn dabei kritische Themen zur Sprache kamen. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles und SPD-Bundesgeschäftsführerin Astrid Klug teilten den Anwesenden beispielsweise mit, dass die SPD vor Ort nicht mehr so stark mit den unterschiedlichen Gruppierungen wie den Gewerkschaften oder Sozialverbänden verbunden sei, wie das noch zu früheren Zeiten der Fall war. „Dieses Problem haben wir als SPD-Kreisverband bereits erkannt und werden zukünftig wieder stärker den Dialog und die Zusammenarbeit mit den uns nahestehenden Organisationen suchen. Mit den Falken, den verschiedenen Gewerkschaften und der Arbeiterwohlfahrt – um nur einige wenige zu nennen – bestehen im Landkreis Coburg enorme Möglichkeiten“, sagte der SPD-Kreisvorsitzende, Carsten Höllein, überzeugt.

Außerdem wurde die Mitgliederentwicklung kritisch beleuchtet. So hat die SPD in den letzten 35 Jahren etwa 500 000 Mitglieder verloren. Zudem ist der Alterdurchschnitt der Partei rasant gestiegen. Für neue Formen der Teilhabe, auch für Nicht-Mitglieder, zeigten sich die SPD-Ortsvereine offen. Zum Beispiel sind nahezu alle Ortsvereine bereit, künftig Menschen ohne Parteibuch in den inhaltlichen Diskussionsprozess einzubinden. Um diesen Prozess in Gang zu setzen, wird die SPD Zukunftswerkstätten einrichten. Neben bundesweiten Veranstaltungen sind auch Aktionen vor Ort geplant. Die SPD Coburg-Land wird in Zusammenarbeit mit den Jusos voraussichtlich im Juli eine Zukunftswerkstatt rund um den Themenbereich Arbeit und Soziales organisieren. „Dazu werden wir neben den verschiedenen Organisationen aus diesem Bereich auch alle Bürgerinnen und Bürger einladen“, kündigte Sebastian Geiger an. Die Zukunftswerkstätten seien keine Alibi-Veranstaltungen. „Wir möchten die Menschen zu Wort kommen lassen und uns Anregungen für unsere Konzepte holen.“ Unbequeme Diskussionen seien ausdrücklich erwünscht.


 
Coburg, 31.07.2010
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